Tunnel Bahnhof

Der Tunnel Bahnhof beginnt im Bereich Platten südlich des Bahnhofs Bütschwil und verläuft parallel zu den Gleisen der SBB entlang dem Soorpark unter der heutigen Soorstrasse mit durchgehend geringer Überdeckung. Er hat eine Gesamtlänge von 480 m und endet auf der Höhe der heutigen Reithalle. Die Umfahrung führt von dort weiter Richtung Michelau.Der Tunnel hat einen Tiefpunkt und weist eine Längsneigung von nur 0,5 % auf. Vor dem Portal Nord wird die Strasse auf einer Länge von 120 m in einer Grundwasserwanne geführt.Der Tunnel liegt von Norden her betrachtet bis ungefähr zum Bahnübergang Soorstrasse Süd mehrheitlich im Lockergestein. Nur der Sohlbereich dürfte in den Fels zu liegen kommen. Der südlichste Abschnitt liegt dann vollkommen im Lockergestein. Die Grundwasserführung im Untergrund ist im Allgemeinen gering. Meist handelt es sich um Hang- und Sickerwasser über der Moränen- bzw. Felsoberfläche.Der Tunnel wird mit ergänzenden Bauteilen für die Sicherheit wie SOS-/Hydranten-Nischen sowie einem Fluchttreppenhaus mit Belüftung ausgerüstet. Eine Tunnellüftung ist aufgrund der Länge des Tunnels nicht notwendig. Weiter sind beidseitig Kabelrohrblöcke für Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA) und eine Tunnelentwässerung mit Schlitzrinne, Schächten, Sammelleitungen und Sickerpackungen vorgesehen. Das Tunnelwasser und die separat geführte Transitleitung für die Entwässerung der offenen Strecke werden in Entwässerungsleitungen im Freispiegelabfluss zum Stapelbecken geführt und danach dem Vorfluter zugeführt.   Das Tagbauprofil ist als biegesteife, geschlossene Rahmenkonstruktion geplant. Sowohl lichte Höhe als auch lichte Breite des Rechteckprofils sind konstant. Die Abdichtung der Decke erfolgt mittels 1-lagiger PBD-Abdichtung und Schutzmörtel.Als Baugrubenabschluss sind aufgrund der Nähe zur bestehenden Bahntrasse senkrechte Baugrubenabschlüsse erforderlich.Die Zufahrt zum Industriegebiet Soorpark wird während der gesamten Bauzeit gewährleistet sein. Aus diesem Grunde ist der Bau des Tunnels in einzelnen Phasen angedacht, wobei die Bahnübergänge Soorstrasse Nord und Süd immer in Betrieb bleiben.Die über dem Tunnel verlaufende Soorstrasse ist für den Verkehr während der Bauzeit nicht durchgehend befahrbar.Gleichzeitig mit dem Bau des Tunnels Bahnhof wird die Offenlegung des Johannisbächli realisiert. Im Bereich der Gleise und des Tunnels wir es mittels Düker unter den Bauwerken hindurchgeführt und an der Ostseite als offener Graben Richtung Thur geleitet.  

Projektleiter: TBA SG, Rolf Stadelmann
Oberbauleiter: TBA SG, Sandro De Luca
Projektverfasser / Chefbauleitung: Locher Ingenieure AG
Unternehmer: ARGE UmBüTu, Pozzi AG / Mettler Prader AG / KIBAG AG / OBERHOLZER AG / Grob Kies AG

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